Was macht eigentlich ein Router?
Wenn Experten über das Internet
plaudern, fallen gewöhnlich eine Menge Fachbegriffe. Einige davon
erscheinen durchaus in Prospekten oder werden ohne weitere Erklärung
in Katalogen abgedruckt. Auch so mancher Fachverkäufer schmückt sich
gerne damit – und hebt beim Murmeln der meist englischsprachigen
Begriffe oder Abkürzungen wissend eine Augenbraue. "Router" ist so
ein Begriff, den man immer öfter hört. Manche sprechen das Wort "Rauter"
aus, andere "Ruhter". Einstellungssache.
Ein "Router" ist ein Gerät, das in der Lage ist, mehrere PCs über
einen(!) Onlinezugang mit dem Internet zu verbinden. Wer zwei, drei
oder mehr PCs zu Hause stehen hat, kann sie also nicht nur
untereinander vernetzten – ob mit Kabeln oder kabellos (Wireless
LAN) –, sondern sie eben auch bequem alle gleichzeitig mit dem
Internet verbinden. Eine praktische Sache: Die Kinder können E-Mails
abrufen, während der Vater im Web surft und die Mutter mit Hilfe
einer Webcam einen Abstecher im letzten Urlaubsort macht. Alles
gleichzeitig – über ein Modem abgewickelt. Und niemand merkt etwas
von anderem. Das ist nicht nur praktisch – und spart sogar Geld.
Denn ohne Router müsste sich jeder separat ins Internet einwählen.
So ein Router ist quasi die offizielle Anlaufstelle für alle PCs im
Netz, die Vermittlungsstelle zwischen Netzwerk und Internet. Hier
laufen alle Anfragen ans Internet auf. Der Router schickt Anfragen
und Daten ins Netz – und verteilt die Antworten an die PCs im
Netzwerk. Das geht so schnell, dass man davon nichts merkt. Das
Ganze hat aber sogar einen angenehmen Nebeneffekt: Dank Router sind
die Rechner im Netzwerk nicht direkt mit dem Internet verbunden.
Technisch gesehen "verstecken" sie sich hinter dem Router. Nur der
Router kennt die PCs im Netz.
Vorteil:
Hacker oder Würmer können die Rechner nicht direkt attackieren. Zum
einen sind die PCs "unsichtbar", zum anderen würde das der Router
nicht ohne weiteres zulassen. Router bieten also neben dem
beschriebenen Komfort auch einen gewissen Schutz. Nicht exakt wie
eine Firewall,
aber immerhin. Der Schutz ist kostenlos, als Bonbon sozusagen.
Und: Man muss nichts einstellen oder konfigurieren. Der Schutz ist
da, sobald der Router angeschlossen wurde. Deshalb kann es sich
lohnen, selbst dann einen Router vor das Modem zu hängen, wenn nur
ein einzelner PC online gehen soll. Das Surfen im Web wird dadurch
nämlich deutlich sicherer. |