Tipps und Tricks Nr. 13

             

Trojaner und Co.

Immer wieder werden die Begriffe Trojaner und Phishing durcheinander gewirbelt.
Es gibt aber Unterschiede - und die sollte man kennen. Natürlich ist es besonders wichtig, sich gegen die Bedrohungen zu schützen. Es sind längst nicht mehr die Scherzbolde, die solche Schadprogramme auf den Weg bringen. Dahinter steckt die organisierte Kriminalität und die hat ein Ziel: Betrug, Diebstahl, Manipulation.

So hat's angefangen

Früher war nicht alles besser. Aber Computerviren waren eher harmlos. Viren der ersten Stunde haben lediglich alberne Meldungen auf dem Bildschirm angezeigt, als Scherz. Doch mit der Zeit wurden die digitalen Schädlinge zunehmend aggressiver. Zuerst haben sie Daten gelöscht. Heute werden die Benutzer meist gezielt ausspioniert.

Funktionsweise verstehen

Früher waren Viren, Würmer und Trojaner also eher lästig. Heute können sie hingegen durchaus eine konkrete Gefahr sein. Denn wenn es ein Trojaner erst mal auf Ihren PC schafft, kann er unbemerkt Zugangsdaten ausspionieren, zum Beispiel vom Bankkonto oder vom E-Mail-Postfach. Und das kann durchaus ernsthafte Folgen haben.
Viele fragen sich, wie Viren, Würmer und Trojaner das eigentlich hinbekommen. Was passiert da mit dem eigenen PC?
Fest steht: Wer ein bisschen die Funktionsweise der virtuellen Schädlinge versteht, der kann sich auf jeden Fall besser davor schützen.

Computervirus

Anfang der 80-er Jahre kamen die ersten Computerviren in Umlauf. Übertragen wurden sie damals über Diskette. Von einem PC auf den nächsten. Das hat natürlich relativ lange gedauert. Es waren nur verhältnismäßig wenige PCs betroffen.

Schnellere Verbreitung

Mit Erfindung und Verbreitung des Internet hat sich das dramatisch verändert.
E-Mails und Webseiten verteilen Computerviren heute innerhalb weniger Minuten um die ganze Welt. Vor allem die E-Mail sorgt für eine schneeballartige Verbreitung.

Wurm

Ein Wurm ist auch ein Virus. Allerdings ein Virus, der sich ohne menschliches Zutun verbreitet. Es muss nichts angeklickt oder geöffnet werden. Gibt es ein unsichtbares Sicherheitsleck im Computer, kann der Wurm sich dort ungestört einnisten und aktiv werden. Darum verbreiten sich Würmer im Eiltempo. Sie sind also besonders schlimm.

Trojaner

Dann gibt es noch den Trojaner. Auf den trifft man heute besonders oft. Er nistet sich unbemerkt im Computer ein. Versteckt sich dort. Durchforstet die Festplatte nach interessanten Informationen. Oder beobachtet einen bei der Eingabe. So können Passwörter ausspioniert werden. Trojaner übermitteln die Daten über das Internet an ihre Auftraggeber.

Grenzen verschwimmen

Die Grenzen zwischen Viren, Würmern, Trojanern und anderen Schädlingsarten verschwimmen immer mehr. Meist werden heute verschiedene Techniken und Tricks miteinander kombiniert, um eine rasche Verbreitung und einen möglichst großen Schaden anzurichten. Da die Schädlinge heute zu 90 Prozent per E-Mail kursieren, sollte man hier besonders aufmerksam sein. Darum ist der Rat, nicht jede E-Mail bedenkenlos zu öffnen und vor allem nicht jeden Anhang zu öffnen, schon mal der wichtigste Sicherheitsschutz überhaupt.

Verhaltenstipps

Der E-Mail-Briefkasten ist Einfallstor Nummer eins für Viren, Würmer und Trojaner. Kurz: Für Schädlinge jeder Art. Hier sollte man seinen gesunden Menschenverstand arbeiten lassen. E-Mails von völlig Unbekannten, erst recht wenn sie englischsprachige Inhalte haben, am besten ungelesen löschen. Einen eventuell vorhandenen Anhang nur dann öffnen, wenn man sich ganz, ganz sicher ist.

Virenschutz

Einen Virenschutz sollte heute jeder haben. Es gibt viele gute Programme für relativ kleines Geld. Teilweise auch online, beim Provider. Wichtig ist aber, den Virenschutz regelmäßig online zu aktualisieren. Denn nur so ist sichergestellt, dass auch neue Viren, Würmer und Trojaner erkannt und unschädlich gemacht werden können.

Mehr Infos auch unter:
Merkblatt 11
Merkblatt 12

         
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